Chronik – TVO Tischtennis

Abteilung Tischtennis

Wie alles anfing in Oberndorf

Der Oberndorfer Tischtennissport nahm seinen Anfang in den Jahren 1948/49 als einige junge Oberndorfer Männer, sich für den damals noch nicht so verbreiteten Sport zu interessieren begannen. Die finanziellen Voraussetzungen waren alles andere als optimal. Durch die Nachkriegszeit musste viel improvisiert werden. Anfangs war eine in Eigenarbeit gezimmerte Platte das Spielgerät. Zu den Männern der ersten Stunde gehörten u.a. Horst Ließfeld, Karl Richter, Knut Neumann, Walter Haag, Rudi Smetan und Erwin Koob. Als Spielstätte diente zunächst der Saal der Gastwirtschaft Haag“ Haache Dicker“.

Bald fand der Tischtennissport immer mehr Anhänger und auf Initiative des TVO-Vorstandsmitgliedes und späteren Vorsitzenden Otto Lommel, der diesem Sport sehr aufgeschlossen gegenüberstand, wurden die Trainingsabende ab 1951 in die Turnhalle verlegt. Die Förderung durch Otto Lommel ist daher maßgebend für die Entstehung und die Entwicklung des Tischtennissportes in Oberndorf anzusehen. Ab 1951 existierte somit erstmals eine Tischtennisabteilung im 1905 gegründeten Turnverein Oberndorf (nach Turnen und Fußball die dritte Sparte), deren erste Erfolge nicht lange auf sich warten ließen.

Der rasante Aufstieg und die Erfolge der Herrenmannschaften.

Bereits 1952 trat die junge Truppe schließlich dem Hessischen Tischtennisverband bei und nahm offiziell an der Meisterschaftsrunde teil. Von den Tischtennispionieren war als einziger Erwin Koob übrig geblieben. Lothar Lutz, Erwin Schmidt und Gerhard Lonkwitz komplettierten das erste TVO-Team. Von nun an begann ein Siegeszug ohnegleichen! In beeindruckender Manier errang das Team die Meisterschaften in der B-Klasse, A-Klasse und Bezirksklasse in Serie. Die Gruppenliga Lahn war somit erreicht. Ab der Bezirksklasse wurde mit sechs Spielern gespielt, Hermann Döpp und Detlef Vietor ergänzten die erfolgreiche TVO-Auswahl. Kurze Zeit später konnten bereits weitere Mannschaften den Spielbetrieb aufnehmen. Die 2. Mannschaft erreichte bereits Ende der 50er Jahre die Bezirksebene und war dort stets unter den ersten fünf Mannschaften zu finden. Ebenfalls mehrere Meistertitel errangen die 3. und 4. Mannschaft auf Kreisebene. Schon in dieser Zeit ergänzten über die Jahre einige Neuzugänge aus anderen Vereinen die Teams und fühlten sich sichtlich wohl in unserem Verein und Abteilung . Klaus Frey, Walter Krebs (beide leider viel zu früh verstorben), Jochen Franz und Hans-Jürgen Gelzenleuchter sind für viele andere hier stellvertretend genannt.

1966/67 dann der bis dato größte Erfolg in der noch jungen Geschichte der Tischtennisabteilung. Die 1. Mannschaft erkämpfte sich den Aufstieg in die damalige Landesliga. Trotz großer Anstrengungen konnte die Klasse nicht gehalten werden, was aber die Mannschaft mit ihrem ungebrochenen Siegeswillen nicht davon abhielt, in der darauf folgenden Saison erneut den Aufstieg zu schaffen. Leider blieb der Klassenerhalt auch diesmal nur ein Wunschdenken. Bis 1982 gehörte dann die 1. Herrenmannschaft ununterbrochen der Gruppenliga Lahn an. Dann musste das Sextett nach 26jähriger Zugehörigkeit absteigen. Die Folge war ein Umbruch und die Verjüngung, nicht nur der ersten Mannschaft sondern der ganzen Abteilung. Nach mehreren Vizemeisterschaften gewannen Günter Weil, Siegbert Velten, Detlef Vietor, Holger Velten, Patrick Schmidt und Hans-Jürgen Gelzenleuchter in der Saison 1986/87 den Titel in der Bezirksliga Süd. Der Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga (ehem. Gruppenliga) war geschafft.

Durch den Zugewinn unseres Spitzenduos, Frank Steiner gefolgt von Marcel Schuy und den Eigengewächsen Medeni Mermer und Christian Drescher gelang es, Beruflich und anderweitig bedingte Abgänge erfolgreich zu kompensieren. Somit war 1998 der Weg frei, die Meisterschaft in der Bezirksoberliga zu erringen und in die Verbandsliga (ehemalige Landesliga) aufzusteigen. Im ersten Jahr konnte die Klasse nicht gehalten werden, doch nur ein Jahr später war der sofortige Wiederaufstieg perfekt. Abstiegssorgen kannte man nun nicht mehr, neben dem Aushängeschild dieser Abteilung erspielten sich auch alle anderen Mannschaften in ihren Klassen Platzierungen im vorderen Mittelfeld. Mit Ossi Cölkusu und Mathias Neuhof kamen zwei weitere Spitzenspieler in unsere Abteilung und in die 1. Mannschaft. Ein wahrer Glücksfall für den TVO, denn neben ihrem sportlichen Einsatz und Können passten beide auch in menschlicher Hinsicht hervorragend zu Mannschaft und Abteilung, genau so wie Dennis Häuser der aus Haiger kam und Jonathan Frank einem jungen Mann mit Oberndorfer Wurzeln. Genau wie all die anderen waren auch diese beiden mit ausgezeichneten Charaktereigenschaften ausgestattet. Die Spielzeit 2009/10 sorgte für Furore und man merkte bereits zu Anfang, dass sich dieses Sextett höhere Ziele gesetzt hatte. Ein Spiel vor Rundenschluss stand man auf Tabellenplatz zwei und empfing den Tabellenführer aus Erbach, der mit einem Punkt besser die Tabelle anführte. Was sich an diesem Samstag, dem 24. April 2010, in der TVO-Halle abspielte war vor vielen Zuschauern an Dramatik und Spannung nicht zu überbieten. Ossi Cölkusu, Frank Steiner, Mathias Neuhof, Dennis Häuser, Medeni Mermer und Frank Jonathan gewannen knapp aber nicht unverdient, setzten sich somit die Meisterkrone auf und waren nun in der nächsten Saison in Hessens höchster Spielklasse zu Hause.  Enttäuschte aber faire Gäste fuhren mit ihrem Anhang und leeren Händen in ihre Heimat, den Rheingau, zurück. Trotz guter Leistung hingen in der Hessenliga die Trauben doch zu hoch und man war in der Spielzeit 2011/12 wieder dort angekommen, wo man in all den Jahren zuvor mit starken Leistungen geglänzt hatte. Nachdem nun die Rückrunde in dieser Saison begonnen hat und Jonas Schmidt (1. Mannschaft) und zwei Spielzeiten zuvor Florian Reim (2. Mannschaft) sich der Abteilung angeschlossen hatten, belegen alle vier Mannschaften gute Tabellenplätze, obwohl man mit Günter Weil, einem Oberndorfer Urgestein, wegen einer Schulterverletzung einen herben Verlust zu beklagen hatte. Sascha Ligocki, ein Jugendspieler mit Talent und Perspektiven für die Zukunft, könnte diese Lücke schließen.

Zwei Jugendmannschaften vervollständigen den Spielbetrieb und geben Hoffnung, dass auch später ihre Leistungen den Fortbestand einer nun mittlerweile 60jährigen erfolgreichen Tischtennisgeschichte sichern.

Sechs Jahrzehnte sind die Fundamente nicht erschüttert worden. Es wird die noch lebenden Männer der 1.Stunde mit Stolz erfreuen und besonders Erwin Koob. Er war es der 1952 zur 1. Mannschaft gehörte und seine aktive Laufbahn erst vor wenigen Jahren beendete. Der „Mister Tischtennis“ wie er hier genannt wird, war Jahrzehnte Führungs-und Spitzenspieler, Motor der Mannschaft und lange Jahre Abteilungsleiter. An seinem Können, seiner Umsicht und seinem Ehrgeiz orientierten sich alle die, die seine Nachfolge übernahmen und mit neuen Ideen bereicherten.

Ein besonderes Kapitel in der Geschichte der Abteilung : die Damenmannschaft

Im Jahre 1982 wurde in der Vereinsgeschichte der Abteilung ein neues Kapitel geschrieben. Erstmals wurde eine Damenmannschaft in der Kreisliga gemeldet. Die ersten Spielerinnen waren Anja Laeis (Vietor), Gabi Schmidt, Susanne Jokisch, Kerstin Panz (Olbrich), Anette Berghäuser (Lenzer) und Eva Jokisch. Erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. In der Spielrunde 1986/87 verstärkte man sich mit den Spielerinnen Elke Becker (Förster), Eva Thielmann und Martina Damsch. Die Titel der Meisterschafts- und Pokalrunde wurden gewonnen, ebenso der Bezirkspokal. Letzterer berechtigte zur Teilnahme am Pokalwettbewerb auf Landesebene, was als der wohl größte Erfolg bezeichnet werden kann. Die Mannschaft stieg in die Bezirksliga auf und spielte bis zur Spielrunde 1993/94 auf Bezirksebene, wobei 1993 der letzte Meistertitel in der Bezirksklasse errungen wurde. Da jahrelang der weiblich Nachwuchs fehlte und immer noch fehlt, konnte leider bis heute keine weitere Damenmannschaft mehr gemeldet werden.

Stand Februar 2012

ERGÄNZUNG Damenmannschaft:

In den Jahren 2013/14 und 2014/15 konnte die Abteilung zwei Saisons lang ein Damenteam aufbieten mit Laura Anders, Eva-Maria Ebert, Franziska Klinkhammer und Myriam Mehl als Stammbesetzung. Myriam und Franziska spielen derzeit beim TVO 4 mit.

Stand.: Januar 2017

 

Weiberfasching 2017

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Eine närrische Damenrunde rief vor 28 Jahren den Oberndorfer Weiberfasching ins Leben.

Genau so lange tanzt die fröhliche Gruppe in der fünften Jahreszeit als Elferrat beim Weiberfasching.

Der Vorsitzende des TVO Hans Dorlas hatte ein offenes Ohr für die Wünsche und Ideen der Gründungsmitglieder. Vier sind heute noch aktiv. Diese mussten eine Kapelle besorgen und den Großteil der Planung übernehmen.

Es hatte sich schnell in den Nachbargemeinden herumgesprochen und die Halle war proppenvoll, so ist das bis heute geblieben.

Vor vier Jahren mussten die Elfen ihre geliebte TVO Halle verlassen und sind in die Karl- Theis Halle nach Albshausen umgezogen, aber der Elan Spaß sind ungebrochen.

Ist die Kampagne zu Ende, wird für die Nächste geplant. Dazu gehört alljährlich ein Ausflug nach Köln, das Schmücken der Linde am 11.11 und zu Weihnachten, sowie Auftritte bei der VGO und der Besuch von anderen Faschingsveranstaltungen. Auch der Umzug in Wetzlar steht auf der Tagesordnung.

Jeden 1. Donnerstag im Monat ist Stammtisch. Dann wird gewandert und eingekehrt. Bei allen beliebt ist die Elfenklause bei Gudrun, dort findet die Weihnachtsfeier und sonstige Events statt.

Die Elfen freuen sich immer über neue Mitglieder. In diesem Jahr duften wir drei neue Mädels in unserer Mitte begrüßen. Auch sie haben sich dem Motto  „Spaß, Lachen, Kameradschaft und Frohsinn „angepasst.

Auch 2017 werden die Elfen das närrische Treiben am Donnerstag den 23.02.17 in der Karl- Theis Halle in Albshausen ab 20.11 Uhr bestimmen und darüber wachen, dass kein Mannsbild die Halle vor Mitternacht betritt.